Guter Zweck

Wie auch beim letzten Mal geht der Reinerlös an eines der Pfarrprojekte, die von Mitgliedern der Pfarrgemeinde betreut werden.

2019 konnten wir nach der erfolgreichen Casino-Nacht ein Projekt in Nigeria mit 5 021,34 EUR unterstützen (Infos zur Unterstützung). Heuer wollen wir einen Beitrag zur Arbeit der Tertiarschwestern aus Hall in Tirol im südamerikanischen Bolivien leisten. Seit viele Jahren wird das Projekt von Helga Haszprunar aus der Gemeinde betreut, hier Ihr Erfahrungsbericht:

Bolivien, das Land der Indios, das Land der Kinder, der vielen Kinder und noch mehr Kinder, das Land der Palmen, das Land der wenigen ganz Reichen – meist aus der weißen Minderheit – und der sehr vielen Armen – zum Großteil aus der indigenen Mehrheit, 10x so groß wie Österreich mit 12 Millionen Einwohnern, ein Entwicklungsland, das zu den ärmsten in Südamerika zählt und nach wie vor mit großen Problemen zu kämpfen hat: Arbeitslosigkeit – erst recht in der Pandemie, Korruption, Mangel- und Fehlernährung, verschmutztes Trinkwasser, um nur einige zu nennen.

Seit ich im September 1993 zum ersten Mal nach Bolivien geflogen bin, dort dann 7 Monate in dem Dorf Ascension verbracht und Land und Leute kennengelernt habe, ist immer ein Teil meines Herzens auch bei den Menschen dort. Ich habe damals viel „geschenkt“ bekommen, was mir in meinem weiteren Leben sehr geholfen hat – sowohl als Lehrerin als auch privat. 2004 war ich nochmals für 5 Monate dort und dazwischen und danach noch oft in den Sommerferien auf Besuch. Ich habe in der Schule Musik unterrichtet, Flöten- und Gitarrenunterricht gegeben und auch in der Apotheke mitgeholfen, weil mich das schon immer sehr interessiert hat.

Nach wie vor habe ich viel Kontakt zu den Tertiarschwestern und zu zwei Freundinnen und freue mich, wenn ich auch durch finanzielle Unterstützung mithelfen kann, um dort Not zu lindern. Die Schwestern haben in Ascension ein Krankenhaus aufgebaut, das vor einigen Jahren an die Gemeinde übergeben worden ist, zwei Schulen von der Vorschule zur Matura und eine Schule für beeinträchtigte Kinder.

Die Spenden laufen ausnahmslos über die Schwestern, da sie die genaue Situation am besten kennen. Vorwiegend wird das Geld für folgende Schwerpunkte verwendet:

  • Soforthilfe bei Ernährungsmangel
    Da viele Menschen vom täglichen Verkauf von diversen Kleinigkeiten leben, gab es in der Pandemie, besonders natürlich im Lockdown, sehr große Probleme und Angst, dass vor allem Kinder verhungern.
  • Lebenserhaltungskosten- und Arztkosten für Behinderte und Kranke
    Staatliche Hilfe gibt es nur teilweise und oft gar nicht, daher springen die Schwestern ein und vereinbaren – je nach Möglichkeit – eine Rückzahlung oder Mithilfe bei diversen Arbeiten.
  • Hilfe zur Selbsthilfe
    Manchmal genügen „Kleinigkeiten“, damit Bedürftige sich wieder selbst erhalten können – z. B. eine Nähmaschine, ein Ofen, Stoff oder Garn für Hängematten,…..
  • Unterstützung zum Schulbesuch bzw. für Studienkosten und Lehrergehälter
    Es gibt eine allgemeine Schulpflicht, doch niemand kontrolliert sie. Da sich nicht alle den Schulbesuch leisten können (Schulkleidung, Bücher, Hefte, Stifte,…alles muss selber gekauft werden), gehen oft nur die ältesten Buben in die Schule und die Mädchen bleiben zu Hause, um auf die jüngeren Geschwister aufzupassen, wenn die Eltern arbeiten.

Ich würde mich sehr freuen, Sie persönlich beim Casinoabend begrüßen zu können.

Quelle: https://tertiarschwestern.at/de/bolivien/zukunft-schenken.php

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